Cyber Resilience Act · Stufe 1

Ihre SBOMs. Zehn Jahre. Durchsuchbar.

Eine Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt. Ab Kenntnis bleiben höchstens 24 Stunden für die Frühwarnung. Wissen Sie sofort, welche ausgelieferten Releases die betroffene Komponente enthalten?

Produktakte archiviert die SBOMs all Ihrer Releases, macht sie durchsuchbar und vergleichbar. Damit Sie bei der nächsten Jackson-, Log4j- oder XZ-Meldung nicht raten, sondern nachschlagen.

Zeitachse

Zwölf Jahre dieselbe Frage. Und zwei Fristen, die daraus eine Pflicht machen.

Bernstein: die Tage, an denen tausende Teams wissen mussten, wo eine Library steckt. Blau: die Termine, ab denen der CRA dafür eine dokumentierte Antwort verlangt.

07.04.2014Sicherheitsvorfall

Heartbleed in OpenSSL

Eine Lücke in einer Bibliothek, die in Millionen Produkten steckte. Überall dieselbe Frage: Wo genau setzen wir OpenSSL ein, in welcher Version und in welchen ausgelieferten Releases?

07.03.2017Sicherheitsvorfall

Apache Struts: Patch da, Einsatz unbekannt

Der Patch war im März verfügbar. Sechs Monate später wurde bekannt, dass die Lücke bei Equifax offen geblieben war. Nicht aus Böswilligkeit. Es fehlte das Wissen, wo Struts überhaupt lief.

10.12.2021Sicherheitsvorfall

Log4Shell: das Wochenende der Handarbeit

Die halbe Branche durchsuchte ihre Abhängigkeiten manuell, weil transitiv niemand wusste, wo Log4j steckt. Genau der Fall, den wir selbst erlebt haben.

31.03.2022Sicherheitsvorfall

Spring4Shell: dieselbe Übung, vier Monate später

Wer nach Log4Shell ein durchsuchbares Archiv aufgebaut hatte, war in Minuten fertig. Alle anderen schrieben wieder Rundmails an alle Teams.

29.03.2024Sicherheitsvorfall

XZ Utils: Hintertür statt Fehler

Über zwei Jahre eingeschleust. Ohne SBOM-Historie pro Release lässt sich nicht beantworten, welche Auslieferung die manipulierte Version enthielt. Genau das fragt danach jeder Kunde.

10.12.2024CRA-Stufe

Der Cyber Resilience Act ist in Kraft

Die Verordnung (EU) 2024/2847 gilt seit dem 10.12.2024. Die Pflichten greifen gestaffelt. Die Vorbereitungszeit war eingeplant, nicht geschenkt.

11.06.2026CRA-Stufe

Konformitätsbewertungsstellen können notifiziert werden

Ab hier steht die Infrastruktur für Konformitätsbewertungen. Für Hersteller vor allem ein Signal: Der Zeitplan ist keine Theorie mehr.

11.09.2026CRA-Stufe

Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen

Erstmeldung binnen 24 Stunden an BSI-CSIRT und ENISA, detaillierte Meldung nach 72 Stunden, danach Abschlussbericht. Das gilt auch für Produkte, die längst auf dem Markt sind. Dafür müssen Sie in Minuten wissen, welche Releases betroffen sind.

04.10.2026Heute

Heute: Die Uhr läuft

Seit heute greift die Meldepflicht: aktiv ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden an BSI-CSIRT und ENISA melden. Bis dahin gehört ein Meldeprozess aufgesetzt und geprobt. In 433 Tagen folgt die volle Geltung. Dann gilt: SBOM in maschinenlesbarem Format pro Release, mindestens zehn Jahre aufbewahrt. Wer jetzt die SBOM-Erzeugung in den Build integriert und die Historie pro Release archiviert, erfüllt beides ohne Endspurt.

11.12.2027CRA-Stufe

SBOM-Pflicht und zehn Jahre Aufbewahrung

Wer Software in der EU in Verkehr bringt, braucht eine SBOM in maschinenlesbarem Format als Teil der technischen Dokumentation. Sie muss mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden, bei längerem Supportzeitraum entsprechend länger.

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07.04.2014Sicherheitsvorfall

Heartbleed in OpenSSL

Eine Lücke in einer Bibliothek, die in Millionen Produkten steckte. Überall dieselbe Frage: Wo genau setzen wir OpenSSL ein, in welcher Version und in welchen ausgelieferten Releases?

07.03.2017Sicherheitsvorfall

Apache Struts: Patch da, Einsatz unbekannt

Der Patch war im März verfügbar. Sechs Monate später wurde bekannt, dass die Lücke bei Equifax offen geblieben war. Nicht aus Böswilligkeit. Es fehlte das Wissen, wo Struts überhaupt lief.

10.12.2021Sicherheitsvorfall

Log4Shell: das Wochenende der Handarbeit

Die halbe Branche durchsuchte ihre Abhängigkeiten manuell, weil transitiv niemand wusste, wo Log4j steckt. Genau der Fall, den wir selbst erlebt haben.

31.03.2022Sicherheitsvorfall

Spring4Shell: dieselbe Übung, vier Monate später

Wer nach Log4Shell ein durchsuchbares Archiv aufgebaut hatte, war in Minuten fertig. Alle anderen schrieben wieder Rundmails an alle Teams.

29.03.2024Sicherheitsvorfall

XZ Utils: Hintertür statt Fehler

Über zwei Jahre eingeschleust. Ohne SBOM-Historie pro Release lässt sich nicht beantworten, welche Auslieferung die manipulierte Version enthielt. Genau das fragt danach jeder Kunde.

10.12.2024CRA-Stufe

Der Cyber Resilience Act ist in Kraft

Die Verordnung (EU) 2024/2847 gilt seit dem 10.12.2024. Die Pflichten greifen gestaffelt. Die Vorbereitungszeit war eingeplant, nicht geschenkt.

11.06.2026CRA-Stufe

Konformitätsbewertungsstellen können notifiziert werden

Ab hier steht die Infrastruktur für Konformitätsbewertungen. Für Hersteller vor allem ein Signal: Der Zeitplan ist keine Theorie mehr.

11.09.2026CRA-Stufe

Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen

Erstmeldung binnen 24 Stunden an BSI-CSIRT und ENISA, detaillierte Meldung nach 72 Stunden, danach Abschlussbericht. Das gilt auch für Produkte, die längst auf dem Markt sind. Dafür müssen Sie in Minuten wissen, welche Releases betroffen sind.

04.10.2026Heute

Heute: Die Uhr läuft

Seit heute greift die Meldepflicht: aktiv ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden an BSI-CSIRT und ENISA melden. Bis dahin gehört ein Meldeprozess aufgesetzt und geprobt. In 433 Tagen folgt die volle Geltung. Dann gilt: SBOM in maschinenlesbarem Format pro Release, mindestens zehn Jahre aufbewahrt. Wer jetzt die SBOM-Erzeugung in den Build integriert und die Historie pro Release archiviert, erfüllt beides ohne Endspurt.

11.12.2027CRA-Stufe

SBOM-Pflicht und zehn Jahre Aufbewahrung

Wer Software in der EU in Verkehr bringt, braucht eine SBOM in maschinenlesbarem Format als Teil der technischen Dokumentation. Sie muss mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden, bei längerem Supportzeitraum entsprechend länger.

20112012201320142015201620172018201920202021202220232024202520262027202820292030

Der Fall

Ein Freitagnachmittag, eine Schwachstelle, hundert Microservices

Eine Schwachstelle in einer verbreiteten Programmierbibliothek wird bekannt. Im Unternehmen laufen über hundert Microservices, viele nutzen die Library, manche direkt, manche über transitive Abhängigkeiten, ohne dass es jemand weiß.

Alle Entwickler werden angeschrieben. Dann noch einmal von der Security-Abteilung. Dann vom Vorgesetzten. Jedes Team prüft von Hand. Einer beantragt eine pauschale Ausnahme, „betrifft uns nicht direkt“, und übersieht, dass ein Feature einer ganz anderen Library die verwundbare Version unter der Haube zieht.

Gebraucht hätte es eine einzige Suche: Welche Services enthalten die Library, in welcher Version, in welchen Releases, auch in denen, die noch beim Kunden laufen? Wer muss handeln, und wer kann in Ruhe weiterarbeiten?

Was Produktakte kann

Ein Archiv, das Fragen beantwortet und nicht nur Dateien aufbewahrt.

Eine Library, eine Suche, alle Treffer über sämtliche Produkte und Releases, inklusive transitiver Abhängigkeiten.

Betroffenheitssuche

118 Services · 4.812 SBOMs
library: com.fasterxml.jackson.core:jackson-databind   version: < 2.15.0

payment-api

v4.2.0 – v4.7.1 · 2.14.2 · transitiv über spring-boot-starter-web

Betroffen

legacy-portal

v1.3.4 · 2.13.0 · beim Kunden, seit 2023 nicht aktualisiert

Betroffen

billing-worker

v2.9.0 · 2.15.3 · direkte Abhängigkeit

Nicht betroffen

Und das Gedächtnis, das Ihr Scanner nicht hat

Wir scannen nicht selbst und ersetzen Ihren Scanner nicht. Wir stehen daneben und erinnern uns.

Unbegrenzte Historie

Jede SBOM jedes Releases bleibt erhalten und abrufbar. Ihr Scanner zeigt nur den neuesten Report? Oder lässt er Sie mit gerade einmal zwanzig zurück? Wir zeigen alle: zehn Jahre und länger, wie es der CRA verlangt.

Audit-Modus

Der Auditor fragt, Sie zeigen. Nachweis über Betroffenheit oder Nicht-Betroffenheit für jeden Zeitpunkt, exportierbar für den Bericht.

Automatische Einlieferung

SBOMs aus Ihrer CI/CD-Pipeline landen automatisch direkt im Archiv, pro Build und Release, ohne Handarbeit. Oder manuell hochladen, wenn Ihnen das lieber ist.

Software allein löst kein Compliance-Problem

Der Auditor will nicht nur ein Tool sehen, sondern einen beschriebenen Prozess: Wer erfasst eine Schwachstelle, wer bewertet sie, in welcher Frist wird sie behoben, wo steht das? Wir haben diese Prozesse in einem Konzernumfeld selbst aufgebaut und auditieren lassen. Das geben wir weiter.

Beratung

Bestandsaufnahme Ihrer SBOM- und Schwachstellenprozesse, konkrete Schritte zur CRA-Readiness.

Vor Ort oder remote

Workshops

Ein Tag mit Ihrem Team: SBOM erzeugen, verwalten, im Incident-Fall damit arbeiten. Anhand Ihrer eigenen Software, nicht anhand von Folien.

1 Tag · Ihr Code

Webinare

Der kompakte Einstieg: Was verlangt der CRA ab wann und was heißt das für Ihre Produkte? Gut für den Überblick, bevor Sie Budget anfassen.

60 Minuten · online

Aus der Praxis, aus Deutschland

Wir sind Softwareentwickler, die das Problem nicht aus Whitepapers kennen, sondern aus Incident-Calls und Audits. Wir sitzen in Deutschland, kennen die EU-Verordnung und die deutsche Auslegung durch das BSI, und Sie erreichen uns ohne Ticketsystem in Ihrer Sprache.

Klare Empfehlungen statt vager Aussagen und endloser Beratung.

Philip Marienfeld

Philip Marienfeld, Geschäftsführer

Dipl. Inf. (FH)

Bringen Sie eine SBOM mit, wir suchen gemeinsam.

Ein Termin, Ihre echten Daten, keine Folienshow. Danach wissen Sie, ob das Archiv Ihr Problem löst.

Termin anfragen

Schildern Sie uns in zwei Sätzen, wo Sie stehen.

Kein Sales-Call mit Skript. Wir schauen auf Ihren Stand und sagen, was als Nächstes sinnvoll ist.

Rückruf

Lieber telefonieren? Nennen Sie im Formular ein Zeitfenster, wir rufen zurück.

Ihre Angaben werden verschlüsselt übertragen und ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Details in der Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen

Was hier nicht steht, beantworten wir per E-Mail, meist am selben Tag.

Was ist eine SBOM und wer braucht sie?

Eine Software Bill of Materials ist das Inhaltsverzeichnis Ihrer Software: alle Komponenten und Abhängigkeiten mit Version und Herkunft, maschinenlesbar in CycloneDX oder SPDX. Ab voller Geltung des CRA braucht sie jeder, der Software oder Produkte mit Software in der EU in Verkehr bringt, auch als Zulieferer.

Ab wann gilt der Cyber Resilience Act?

In zwei Stufen: Ab dem 11.09.2026 gelten die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen (Erstmeldung binnen 24 Stunden, Detailmeldung binnen 72 Stunden, danach Abschlussbericht). Ab dem 11.12.2027 gelten die vollständigen Anforderungen einschließlich einer SBOM als Teil der technischen Dokumentation und einer Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren.

Muss ich meine SBOM veröffentlichen?

Nein. Die SBOM ist Teil Ihrer technischen Dokumentation und muss den Marktüberwachungsbehörden auf Verlangen vorgelegt werden. Eine Veröffentlichung verlangt der CRA nicht. Dass Kunden sie vertraglich verlangen, ist eine andere Frage.

Reicht mein Scanner (Nexus IQ, Dependency-Track o. Ä.) nicht aus?

Für die Gegenwart oft ja. Scanner bewerten, was heute im Build liegt, und halten meist nur eine begrenzte Zahl älterer Reports. Die CRA-Fragen sind aber Fragen an die Vergangenheit: Welches Release enthielt was, seit wann, auch transitiv? Wir ergänzen Ihren Scanner um dieses Gedächtnis, wir ersetzen ihn nicht.

Wir bekommen Software von Dienstleistern. Wessen Problem ist die SBOM?

Ihres. Und das Ihres Dienstleisters. Wer das Produkt in Verkehr bringt, haftet für die Dokumentation. Das gilt auch für die zugelieferten Teile. Praktisch heißt das: SBOM-Lieferung in den Vertrag, Format und Zeitpunkt festlegen, Eingang archivieren. Bei der Formulierung helfen wir.

Was ist eine SBOM und wer braucht sie?

Eine Software Bill of Materials ist das Inhaltsverzeichnis Ihrer Software: alle Komponenten und Abhängigkeiten mit Version und Herkunft, maschinenlesbar in CycloneDX oder SPDX. Ab voller Geltung des CRA braucht sie jeder, der Software oder Produkte mit Software in der EU in Verkehr bringt, auch als Zulieferer.

Ab wann gilt der Cyber Resilience Act?

In zwei Stufen: Ab dem 11.09.2026 gelten die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen (Erstmeldung binnen 24 Stunden, Detailmeldung binnen 72 Stunden, danach Abschlussbericht). Ab dem 11.12.2027 gelten die vollständigen Anforderungen einschließlich einer SBOM als Teil der technischen Dokumentation und einer Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren.

Muss ich meine SBOM veröffentlichen?

Nein. Die SBOM ist Teil Ihrer technischen Dokumentation und muss den Marktüberwachungsbehörden auf Verlangen vorgelegt werden. Eine Veröffentlichung verlangt der CRA nicht. Dass Kunden sie vertraglich verlangen, ist eine andere Frage.

Reicht mein Scanner (Nexus IQ, Dependency-Track o. Ä.) nicht aus?

Für die Gegenwart oft ja. Scanner bewerten, was heute im Build liegt, und halten meist nur eine begrenzte Zahl älterer Reports. Die CRA-Fragen sind aber Fragen an die Vergangenheit: Welches Release enthielt was, seit wann, auch transitiv? Wir ergänzen Ihren Scanner um dieses Gedächtnis, wir ersetzen ihn nicht.

Wir bekommen Software von Dienstleistern. Wessen Problem ist die SBOM?

Ihres. Und das Ihres Dienstleisters. Wer das Produkt in Verkehr bringt, haftet für die Dokumentation. Das gilt auch für die zugelieferten Teile. Praktisch heißt das: SBOM-Lieferung in den Vertrag, Format und Zeitpunkt festlegen, Eingang archivieren. Bei der Formulierung helfen wir.